Seifen selber machen - Natürlich und 100% dein Ding

Seife, natürlich und 100% dein Ding - Do It Yourself:

Tenside, Weichmacher, Silikone und Konservierungsstoffe sind heute ein Standard in der Kosmetikindustrie aber leider gleichzeitig auch brutale Haut- und Haarkiller. Wir zeigen dir darum, wie du deine ganz individuelle Naturseife selbst herstellen kannst.

Warum Seife selbst machen?

Es gibt eine Vielzahl an Kosmetika die du einsetzen kannst – von der Feuchtigkeitscreme über die Seife bis hin zu Haar- und Bartpflegeprodukten, die Palette ist mächtig breit geworden. Darunter stehen Produkte des Niedrigpreis- und Premiumsegments Schulter an Schultern in den Regalen deiner lokalen Drogerie, allesamt mit tollen Versprechen und Garantie auf höchste Qualität. Erst der zweite und dritte Blick offenbaren die Mankos der Produkte. Ein Standard in der heutigen Kosmetikproduktion ist der Einsatz von beispielsweisen Konservierungsstoffen, Tensiden, Weichmachern oder Silikonen – echte Bad Boys in puncto Hautpflege. Auf der einen Seite machen Sie natürlich die Produkte länger haltbar oder verbessern die Konsistenz, andererseits sind sie aggressiv gegenüber deine Haut und/oder deinem Haar und zerstören dir auf Dauer deine natürliche Balance. Darum sind natürliche Produkte in diesem Punkt, gerade für die tägliche Anwendung, um Längen besser. Und wenn schon Natur, warum dann nicht sein Produkt mit deinem perfekten Geruch und einer optimalen Abstimmung auf deine Hautbedürfnisse selbst machen? Es lohnt sich.

Seifen

Seifenbasics – Was ist Seife genau?

Seife ist ein Ergebnis der chemischen Zersetzung von Ölen und Fetten durch Zugabe von Lauge. Diesen Prozess nennt man „Seife sieden“, er ist uralt und nicht im Ansatz so kompliziert wie es klingt. Schon die alten Ägypter wuschen Kleopatra mit selbst gesiedeter Seife die Füße – und was vor hunderten von Jahren ohne jegliche Hilfsmittel klappte, kann ja heute nur noch ein Klacks sein. Als Basis dienen heute meist pflanzliche Öle. Beliebt sind Oliven- oder Rapsöl, die als Trägeröl, also Hauptbestandteil, mit zusätzlichen Ölen, wie Jojoba-, Traubenkern- oder Kokosöl veredelt und ergänzt werden. Dadurch entstehen schier unbegrenzte Kombinationsmöglichkeiten, die dir ermöglichen deine Seife exakt auf deinen Hauttyp abzustimmen. Lies dich dazu gern mal in die Eigenschaften der einzelnen Öle ein, das Internet ist hier eine klasse Quelle. Zusätzlichen zu den Ölen werden ätherische Komponenten und Kräuter zugegeben um unter Anderem den Geruch deiner Naturseife zu steuern aber auch desinfizierende Effekte zu fördern.
 

Wie stelle ich meine eigene Seife her?

Grundlegend benötigst pflanzliches Öl, ein oder mehrere ätherische Öle für den Duft, einen Laugenstein, Wasser, einen Topf, einen Herd, eine Wage, einen Mixer oder ein belastbares Handgelenk mit Löffel und zum Schutz eine Schürze, Handschuhe und eine Schutzbrille – denn du arbeitest mit Lauge und Verätzungen sind nichts Schönes. Tipp: Solltest du einen Laugenspritzer abbekommen halte eine Flasche Essig bereit, dieser neutralisiert die Lauge. Einfach draufgießen!

Die Öle und das Wasser werden im Topf vermengt und ganz langsam erhitzt. Ist der Topfinhalt bei etwa 60 °C wird vorsichtig die Lauge dazugegeben und verrührt bis die Masse anfängt zu binden also fest zu werden. Ist die Masse homogen und klümpchenfrei kannst du sie in eine beliebige Form gießen. Es gibt spezielle Seifenformen, du kannst aber auch ein Sandförmchen, ein Schnapsglas oder deine Muffinform nutzen. Achte einfach darauf, dass du eine für die praktikable Seifengröße findest – nicht das du am Ende einen unhandlichen Klotz hast. Ist die Masse in der Form musst du sie volle zwei Tage trocknen und aushärten lassen. Danach kannst du wieder kreativ werden, deine persönliche Naturseife einfach in die richtige Größe schneiden oder – für ganz musische Menschen – sogar Seifenfiguren schnitzen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Übrigens auch ein klasse Weihnachtsgeschenk – just sayin.