Unterschied zwischen Bartbalsam / Bartpomade und Bartwachs / Bartwichse

Nicht nur der Schnauzer, sondern der ganze Bart verträgt Pflege und Styling. Die haarige Pracht im Gesicht steht schon seit Jahrtausenden für Männlichkeit und als Symbol für Kraft.

Aus diesem Grund entwickelte sich schon früh eine sorgfältige Pflege, z.B. mit Ölen, die den Bart weich und glänzend machen. Er durchlebte viele Kulturen, in denen er unterschiedlichste Bedeutungen angenommen hat. Der Höhepunkt der Bartkultur liegt allerdings im 19. Jahrhundert: In Zeiten der Revolutionen stand der Bart für Stärke, Intellekt und Widerstand (Bsp. Karl Marx). Daraufhin entdeckten auch Herrscher den Bart für sich, als Zeichen der Volksnähe. Jeder sollte das Gesichtshaar sehen und bewundern. Und hier liegen die Wurzeln des Bartstylings. 
Unterschied Bartbalsam Bartpomade

Das traditionellste Bartstyling-Produkt ist die Bartwichse.

Bei dem Begriff Wichse fangen heute viele verlegen an zu kiechern. Dabei ist Wichse nichts anderes als eine Politur - Hier gibt es z.B. noch die Bodenwichse und allen voran die Schuhwichse. Bartwichse sollte dem Bart (vor allem Oberlippenbart) prachtvolle Formen verpassen. Einer der bekanntesten Hersteller und Verwender von Bartwichse war Kaiser Wilhelm II, dessen Schnurrbart Geschichte schrieb. Sie besteht in erster Linie aus Wachs und Schmierfett. Früher wurden Bienenwachs, vermutlich Stearin, ein pflanzlicher Schmierstoff, oder Talg genutzt. Heute findet man in traditionellen Bartwichsen meist Paraffin, das aus Erdöl gewonnen wird. Tubenprodukte basieren auch auf Gummi arabicum, dessen Ursprung in der Akazie liegt. Es hält Produkte bis zur Verwendung elastisch haftet lange im Haar. Da der Schmierfettgeruch von Bartwichsen auf Dauer unangenehm werden kann, verleiht man den alten Pomaden inzwischen frische Düfte nach Vanille oder Zitrusfrüchten.

 

Die modernere Form der Bartpomade ist der Bartbalsam.

Er hat besonders hohe Pflegeeigenschaften und bietet leichten bis mittelfesten Halt. Besonders gut geeignet ist er für die Strukturgebung längerer Bärte. Er kann im ganzen Haar eingearbeitet werden, ohne dass dieses steinhart wird. Einige verwenden Bartbalsam auch für den Schnauzer, Zwirbelfreunde bevorzugen jedoch Wachs. Viele Hersteller setzen heute wieder auf rein natürliche Inhalts- bzw. Rohstoffe. Bartbalsam basiert deshalb oft auf Bienenwachs, Carnaubawachs oder Candelillawachs. Da gerade Bienenwachs recht hart ist, wird es häufig mit der weicheren Sheabutter oder mit Kakaobutter angereichert. Beide bringen starke Pflegeeigenschaften für die Haut mit.Außerdem enthält ein guter Balsam reichhaltige Öle, die Bart und Haut schützen, pflegen und die Bartpracht weich hinterlassen. Durch die Entdeckung ätherischer Öle sind Duftvariationen keine Grenzen gesetzt.

Ein Bartwachs ist härter als eine Bartpomade.

Hersteller natürlicher Produkte setzen auch hier auf Bienenwachs, das durch Anwärmen schön geschmeidig wird und bei anschließend harte und stabile Form gibt. Viele Produkte basieren allerdings auch auf dem etwas günstigeren Paraffin. Gerade der Schnurrbart sollte ab einer gewissen Länge in die Schranken gewiesen werden - meist geht die Richtung entgegen der Schwerkraft. Zum Zwirbeln ist es wichtig, dass das Stylingprodukt nach der Verwendung hart wird und der Schmelzpunkt nicht zu niedrig ist. Wie beim Balsam können Parfums oder ätherische Öle die Nase mit sämtlichen Duftnoten verwöhnen.

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