DIE NASSRASUR FÜR PROFIS MIT DEM RASIERMESSER - Rasurpflege Tipps und Tricks

Die Nassrasur ist das wohl männlichste Pflegeritual und möchte angemessen zelebriert werden.

Bei der Klinge muss es nicht gleich ein Samurai Schwert sein, auch das gute alte Vollmesser verlangt schon perfektionierte Technik. Geformt aus einem einzelnen Stück - schwer, scharf, groß, edel! Doch die lange Klinge bietet keinerlei Hilfefunktionen, sodass der Umgang mit einem Rasiermesser bereits gut beherrscht werden sollte. Du zeigst mit solch einem traditionellen Stück jedoch nicht nur, dass du es drauf hast, sondern hast auch deutlich weniger Verschleiß. Die Klinge muss nicht gewechselt und stattdessen regelmäßig gut geschliffen werden.
Nassrasur für Profis mit dem Rasiermesser
  
Aber Vorsicht: Egal, was für ein harter Kerl du bist, deine Haut braucht eine sanfte Behandlung. Bereite sie deshalb gut auf die Rasur vor.
Trage zuerst dein Lieblings-Rasiermittel auf. Möchtest du es richtig traditionell, schnappst du dir Muck und Rasierseife, die du mit dem Pinsel aufschlägst und mit kreisenden Bewegungen auf die Haut trägst. Das ganze lässt du anschließend unter einem Tuch mit heißem Wasser zehn Minuten einwirken. So öffnen sich die Poren und deine Haut sowie die Bartstoppeln weichen etwas ein. Kommst du gerade von einer heißen Dusche, lass das mit dem Einweichen einfach weg.
 
Im Anschluss trägst du noch einmal dein Pre Shave auf. Achte darauf, dass du Muttermale oder Pickel gut markierst, um diese später nicht zu verletzen. Nicht zwingend notwendig, aber dennoch ein guter Schutz für die Haut und ein hervorragendes Gleitmittel für das Rasiermesser ist das Rasieröl. Dieses kannst du noch vor dem Rasierschaum auf deine Gesichtshaut geben - probier’s ruhig aus!
 
Schnapp dir dein Rasiermesser, klappe es über 180° durch und lege Zeige- und Mittelfinger in die entstehende Ecke. Mit dem Ringfinger stabilisierst du den Griff, mit dem Daumen das Messer. Zieh deine Haut im Gesicht stets nach oben straff, am Hals nach unten und lege die Klinge immer im 30° Winkel zur Haut auf. Dieser Winkel ist maßgeblich für das Rasurergebnis, das stoppel- und schnittwundenfrei sein sollte. Achte darauf, dass du ein Handtuch oder Ähnliches bereit legst, um die Klinge zwischen jedem Zug sauber zu streichen. Gehe außerdem niemals mit einem Rasiermesser über die Wangenknochen, sondern ziehe die darauf liegende Haut etwas hoch, um auch hier die Haare zu entfernen. Um die Mundpartie herum solltest du mit sehr kleinen Zügen arbeiten, damit du die kantigen Stellen nicht verletzt.
 
Nach der Prozedur hat deine Haut eine kleine Abkühlung verdient. Dafür legst du kurz ein Tuch mit kaltem Wasser auf und drückst es etwas fest. Hier kannst du direkt die Überreste deines Rasierschaums oder der -creme entfernen. Falls du jetzt noch einzelne Stoppeln entdeckst, entferne diese vorsichtig.
Zum Schluss verwöhnst du deine Haut mit einem Aftershave, das nicht nur beruhigend, sondern auch desinfizierend wirkt. Auch die kleinsten Schnittwunden sollen sich ja nicht entzünden. Falls die eine oder andere kleine Stelle tatsächlich blutet, empfiehlt sich die Behandlung mit einem Alaunstift, um die Blutgerinnung zu fördern.
 
So, fertig. Du hast es geschafft und gehörst zur Elite der Nassrasierenden!

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