Bartwachs Bartwichse selbst gemacht – Do it yourself!

Bartbalsam selber machen
 

Bartwachs selber machen

Ohne Bartwachs ist dein Schnorres nur ein schlaffes Würstchen. Mit Stil, Style und Eleganz hat das herzlich wenig zu tun. Bartwachs bringt deinen Oberlippenbart wieder mächtig in Form, gibt störrischen Bartpartien unumstößlichen Halt und setzt dabei keine Grenzen was deine Zwirbelkunst angeht. Ob klassisch, verspielt oder außergewöhnlich, ein echter Kerl mit Bart braucht hin und wieder Abwechslung in seiner haarigen Optik. Dein eigenes Bartwachs stellst Du kinderleicht her, denn lediglich wenig Inhaltsstoffe geben hier den harten Ton an. 

Die Vorbereitung:
Alles was Du für die Herstellung deines eigenen Bartwachs benötigst, findet sich mit Sicherheit in deinen Küchenschränken oder bei der Nachbarin. Ein Kochtopf, eine Glasschale, ein Teelöffel sowie ein verschließbares Döschen für dein neues Lieblingsbartwachs.

Die Inhaltsstoffe:
Die Konsistenz von Bartwachs ist hart, härter, am härtesten und das ist auch gut so. Jedoch ganz ohne das schmeichelnde Lanolin kommt die herkömmliche Wichse auch nicht aus, denn dein Bart soll zwar solide stehen aber nicht steif wie ein Brett sein. Das natürliche Sekret aus den Talgdrüsen der Schafe sorgt für eine sanfte Fettigkeit im Wachs und verhindert gleichzeitig den Feuchtigkeitsverlust des Haares. Bienenwachs ist der natürliche Härtegeber, verzichtest Du auf ihn, fällt dein Prachtstück schnell wieder schlaff zusammen. Je höher der Anteil, desto mehr Schmelzleistung müssen zwar deine Finger erbringen, aber gleichzeitig erzeugt es eine unumstößliche Härte. Einmal abgekühlt und ausgehärtet, können weder Sturm noch Regen deinem gezwirbelten Prachtstück etwas anhaben. Wenn du nicht so auf tierische Inhaltsstoffe abfährst, dann kannst Du anstelle des Lanolin und Bienenwachses auch zu Carnauba- und Candelillawachses greifen. Auch die Pflege sollte bei deinem Schnauzer nicht zu kurz kommen. Sheabutter und Trägeröle sind nicht nur reich an Mineralien und Vitaminen, sie sorgen auch für eine konstante Nährstoffversorgung deines Barthaares. Besonders Trägeröle zeichnen sich durch spezifische Pflegeeigenschaften aus, daher mach Dich schlau was Du und dein Bart brauchen. Wenige Tropfen eines ätherische Öls machen dein Bartwachs zu einem unvergleichbaren Unikat.

Mischungsverhältnisse:
Träumst Du bereits von deinem gestylten Bart? Vor dem Vergnügen kommt jedoch die Arbeit. Also ran an den Herd und keine halben Sachen. Unsere Mengenangaben sollen Dir lediglich ein Gefühl für die Verhältnisse geben, aber im Endeffekt entscheidest Du, welchen Härtegrad dein Bartwachs haben soll. Das Wasser in deinem Kochtopf sollte heiß sein, aber nicht mehr kochen. Ein Teelöffel Bienenwachs und jeweils eine Löffelspitze Sheabutter und Lanolin in die Glasschale und ab damit ins Wasserbad. Ist alles schön miteinander verschmolzen kann die Schale zum Abkühlen beiseite gestellt werden. Behalte sie jedoch im Auge, denn die Wichse darf nicht zu fest werden, sonst haben Trägeröle und ätherische Öle keine Chance mehr glatt untergemischt zu werden. Ätherische Öle sind reine Naturprodukte; ihre hohe Konzentration kann in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen. Daher wähle deine private Dosierung stets mit Bedacht. Bartstyling soll Spaß machen und deinen Bart gut und natürlich pflegen. Home and Hand – made ist wieder angesagt!
Rezepte:
Fester Wachs:
500 g Bienenwachs, 100 g Kiefernharz, 125 ml Mandelöl (Trägeröl), 75 g Shea- oder Kakaobutter, 10 ml Zedernhol oder Sandelholz (von beidem je 5 ml = ätherisches Öl)

Ungarische Bartwichse:
2 Teelöffel Bienenwachs, 1 Teelöffel pulverisiertes Arabin, 1 Teelöffel Sheabutter, 2 Teelöffel Wasser, 2 Tropfen Wachholderöl

Moustache Wachs:
120 g Bienenwachs (weis), 180 g Kokosnussöl (Trägeröl), 2 ml Vitamin E Öl (ätherisches Öl), 1.5 ml Zedernholzöl (ätherisches Öl), 1.5 ml Salbeiöl (ätherisches Öl)