Bartöl selbst gemacht – Do it yourself!

Bartpflege selbst gemacht – Do it yourself! Du hast Dich vielleicht auch schon einmal gefragt, wie die vielen bärtigen Generationen vor Dir ihre prächtigen Rauschebärte gezähmt, gepflegt und gestylt haben? Wir uns auch! Die älteren Herrschaften waren dabei nicht weniger eitel, denn ein gepflegter und präzise geformter Bart stand seit jeher für Stattlichkeit, Maskulinität und Eleganz. Was es damals in Hülle und Fülle nicht gab, wurde einfach in Handarbeit selber hergestellt. Ganz nach der Devise: Selbst ist der bärtige Gentleman. Wenn Du deine Finger und Nase auch gerne in Tiegel und Töpfchen steckst und keine Scheu vor pflegerischen Experimenten hast, dann bist Du hier genau richtig. Du kannst Bartöl, Bartbalsam, Bartshampoo und auch dein Schnurrbartwachs ganz einfach nach deinen persönlichen Vorlieben zusammenbrauen. Du bestimmst was rein kommt und auf was Du gerne verzichten möchtest – deiner individuellen Bartpflege sind hier keine Grenzen mehr gesetzt.
 

 

Bartöl selber machen

Bartöl geht immer und braucht Kerl täglich. Und wir sind uns sicher, dass wir Dich nicht erneut von den pflegerischen Vorteilen der täglichen Ölung überzeugen müssen. Bartöle gibt es wie Sand am Meer, in den unterschiedlichsten Duftrichtungen und verschieden in ihrer Konsistenz. Was alle Bartöle rund um den Globus gemein haben, ist ihr pflegerischer Inhalt. Sie bestehen aus ätherischen Ölen und den sogenannten Trägerölen und das war´s auch schon. Das Prinzip ist so simpel, dass es schon kaum zu glauben ist. Ein guter Riechkolben, eine kreative Ader und qualitativ hochwertige Öle sind alles, was Du in dein persönliches Bartöl investieren musst.

Die Vorbereitung:
Bevor es zum eigentlichen “Mischen” deines neuen Lieblingsbartöls geht, benötigst Du noch ein paar praktische Behältnisse. Eine handvoll kleiner Fläschen (30ml), vorzugsweise Braunglas, sind für deine ersten Versuche mehr als ausreichend. Ohne Pipette läuft hier jedoch gar nix, denn Sie ermöglicht Dir ein tropfengenaues Herantasten an deinen persönlichen Lieblingsduft.

Die Inhaltsstoffe:
Trägeröle stellen die Grundbasis jedes Bartöls dar und sind der eigentliche Träger der ätherischen Duftnoten. Auch sie gibt es in unterschiedlichster Ausführung und auf die verschiedensten Haut- und Haarbedürfnisse abgestimmt. Klassische Allrounder wie Jojoba-, Mandel- und Arganöl findest Du in fast jedem guten Bartöl wieder. Die Liste guter Trägeröle ist lang und am Besten stellst Du Dir je nach Pflegewunsch, Wirkung und Duftrichtung deine ganz persönliche Grundmischung zusammen. Steht die Basis einmal, kommen die ätherischen Öle ins Spiel. Hier ist ein wenig Feingefühl gefragt, denn diese hoch konzentrierten Duftstoffe aus der Natur können in seltenen Fällen leider auch allergische Reaktionen hervorrufen oder Empfindlichkeiten wecken. Dafür sind ihre Pflege- und Dufteigenschaften unschlagbar und erlauben Dir eine schier unendliche Möglichkeit Düfte zu kreieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch auf natürliches Parfüm zurückgreifen.

Mischungsverhältnisse:
Ätherische Öle sind aufgrund ihrer Reinheit sehr geruchsintensiv und sollten mit Vorsicht und einem besonders ruhigen Händchen dosiert werden. Wir empfehlen 10 - 15 Tropfen auf 30 ml Trägerölmischung bzw. der Anteil der ätherischen Öle sollte nicht mehr als 1% des gesamten Volumens ausmachen. Nicht jede Mischung wird Dir auf Anhieb gefallen oder zusagen, aber genau das macht dieses Heimexperiment auch so spannend.
Rezepte:
Rezept 1. Trägeröle: 10 ml Traubenkernöl, Ätherische Öle: 4 Tropfen Limettenöl, 1 Tropfen Rosmarinöl und 1 Tropfen Zedernholzöl

Rezept 2. Trägeröl: 5 ml Jojobaöl, 2.5 ml Mandelöl (süß) Ätherische Öle: 10 Tropfen Eichenmoosöl, 10 Tropfen Patchouliöl, 7 Tropfen Vitamin E Öl (aus natürlicher Konservierung), 5 Tropfen Lavendelöl, 3 Tropfen Geraniumöl

Rezept 3. Trägeröl: 7 ml Jojobaöl, 1.5 ml Arganöl, 1 ml Mandelöl (süß) Ätherische Öle: 1 Tropfen Orangenöl, 1 Tropfen Lavendelöl, 1 Tropfen Gewürznelkenöl, 5 ml Tropfen Vitamin E Öl (aus natürlicher Konservierung)